Samstag 21 März

Sala 4

Anlässlich von Medea's Children analysiert Professor Maddalena Giovannelli den Werdegang und die Poetik von Milo Rau, einem der wichtigsten und innovativsten Regisseure der zeitgenössischen Theaterszene.

Milo Rau ist ein Schweizer Theaterregisseur, Dramatiker, Essayist und Theoretiker, der als eine der einflussreichsten Figuren der zeitgenössischen europäischen Theaterszene gilt. Er ist bekannt für seine hochpolitischen und dokumentarischen Werke, die sich mit komplexen Themen wie Völkermord, Konflikten, sozialer Gerechtigkeit und Menschenrechten auseinandersetzen, oft ausgehend von realen Prozessen, Zeugenaussagen und historischen Fakten.
Von 2018 bis 2023 war er künstlerischer Leiter des NTGent (Nationaltheater Gent), wo er ein "Manifest" für ein radikal politisches, integratives und soziales Theater vorstellte.

In der Spielzeit 2025/26 ist Milo Rau mit dem Stück Medea's Children vertreten.

Maddalena Giovannelli unterrichtet seit 2020 Geschichte des Theaters und Theaterkommunikation an der USI.
Sie war zeitweise Forscherin an der Universität Mailand, wo sie "Antike griechische Theaterliteratur" und "Antikes Theater auf der zeitgenössischen Bühne" unterrichtete. Sie war Principal Investigator des FIR-Forschungsprojekts "Lexikon der griechischen Komödie" (2014-2017), das sich der antiken und zeitgenössischen Rezeption des komischen Genres widmete.
Ihre Interessengebiete sind Theaterübersetzung, antike Dramaturgie mit Schwerpunkt auf der Komödie des Aristophanes, die Rezeption des klassischen Theaters in der Gegenwart sowie Theater- und Tanzpädagogik. Er veröffentlichte das Buch Aristophanes our contemporary (Carocci 2018) und The audience in dance. Communities, memories, devices mit Lorenzo Conti und Francesca Serrazanetti (Scalpendi 2019). Er gründete die halbjährliche Zeitschrift Stratagemmi_prospettive teatrali und den Kulturverein "Prospettive Teatrali", in dem er sich mit Publikumsschulung beschäftigt. Er schreibt über Theater auf Hystrio und Doppiozero.

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