Ugo Fiore ist für die Bearbeitung und Regie von „L’uomo che brucia“ verantwortlich, ein Werk, das, inspiriert vom Roman „L’Homme qui brûle“ des französischen Autors Alban Lefranc, sich wie ein brutales und ununterbrochenes Eintauchen in einen überhitzten Kopf entfaltet.
Der brennende Mann
Ugo Fiore / Alfonso De Vreese
© Luca Fiore
Theaterstück in Vorbereitung
!
Die Vorstellung enthält vulgäre Ausdrücke
Der brennende Mann
Ugo Fiore / Alfonso De Vreese
© Luca Fiore
Theaterstück in Vorbereitung
!
Die Vorstellung enthält vulgäre Ausdrücke
In einer vertrauten und doch entstellten Stadt sind Anschläge keine Ausnahmeereignisse mehr, sondern eine Art Wetterbericht des Alltags. Das Stadtzentrum ist zu einer Zone geworden, die jungen Frauen vorbehalten ist, um deren Jugend und Eleganz zu zelebrieren und so den Tourismus zu fördern. Unterdessen verteilen Soldaten Flugblätter für eine von Banksy signierte Gedenkstätte: #alle*gemeinsam*gegen*den*Terrorismus
.
Das ist keine dystopische Zukunft, sondern unsere Gegenwart, die bis zur Karikatur auf die Spitze getrieben wurde. Lefrancs Sprache spiegelt diese Entwicklung wider: Sie wechselt zwischen Hashtags und Bibelversen, zwischen politischen Aphorismen und pornografischen Szenen und zerfällt und setzt sich ständig neu zusammen.
In diesem Szenario folgen wir Luc, einem Schriftsteller, der vom Projekt
besessen ist: einem totalen Buch, das alles enthalten kann. Es ist Zuflucht und Lähmung zugleich, ein unermessliches Werk, das alles umfasst, ohne es zurückzugeben. Luc beobachtet die Katastrophe, ohne zu handeln, wie vor einem Bildschirm. Die Worte entleeren sich, die Realität verliert an Substanz. Selbst das Verlangen verwandelt sich in eine Form des Automatismus: Pornografie wird zur Grammatik des Blicks und verhindert jede authentische Begegnung. Diese Verzerrung greift auch auf die Beziehung zu seinem Freund aus Kindertagen über, einem der letzten Überreste von Zuneigung, die sich in ein mehrdeutiges Geflecht aus Projektionen, Sehnsucht und Verlust verwandelt.
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frei nach dem Roman
„L’Homme qui brûle“ von Alban Lefranc
Bearbeitung und Regie
Ugo Fiore
mit
Alfonso De Vreese
Videoanimation
Luca Fiore
Ton und Licht
Alessandro Di Fraia
Musikberatung
Federica Furlani
Produktion
Künstler von Drama APS, LAC Lugano Arte e Cultura, Proxima Res
Produktionsstätte
Karosserien, sonstige
mit Unterstützung von
Teatro Giuditta Pasta in Saronno
Wir bedanken uns
Alban Lefranc für das Vertrauen, die Aufmerksamkeit und die Großzügigkeit, mit denen er diese Arbeit begleitet hat