Tovel, alias Matteo Franceschini, präsentiert im LACSongbook, ein Projekt, das vom Conservatorio della Svizzera italiana koproduziert und von der Biennale di Venezia in Auftrag gegeben wurde, wo der Komponist mit dem Silbernen Löwen ausgezeichnet wurde. Ein Werk, das zeitgenössische Komposition, Rock und Live-Elektronik miteinander in Dialog bringt.
Als international tätiger Komponist, Performer und Multiinstrumentalist entwickelt Matteo Franceschini ein Forschungsvorhaben, das zeitgenössische Musik und Elektronik miteinander verbindet und dabei Komposition und Performance in eine neuartige Beziehung zueinander setzt. Mit „Songbook“, einem auf der Biennale von Venedig präsentierten Werk, wird das Modell der Liedform aus einer experimentellen Perspektive betrachtet, wobei dessen Strukturen und Ausdrucksmöglichkeiten hinterfragt werden.
Das Projekt vereint ein Rockquartett, ein verstärktes Ensemble und Live-Elektronik zu einem Klanggefüge, in dem verschiedene Ausdrucksformen nebeneinander bestehen und dabei ihre Eigenheiten bewahren. Die Interaktion zwischen den Musikern baut auf Kontrasten, Verzerrungen und Richtungswechseln auf, was zu einem Ablauf führt, der sich in einer Abfolge miteinander verbundener Songs entfaltet.
Zwischen Energie und kompositorischer Strenge bringt Songbook die Komplexität des zeitgenössischen Songwritings und die unmittelbare Wirkung des Electro-Rock in Spannung zueinander und erkundet damit ein Grenzgebiet, das im Mittelpunkt des gesamten Schaffens von Franceschini steht. Das Ergebnis ist eine offene Form, in der sich Komposition und Interpretation als ein einziger Prozess entfalten.