Sonntag 11 April

Teatrostudio
10.- CHF

19:00

In „Sutures“ fungieren die Patch-Kabel des modularen Synthesizers als Verbindungspunkte, die ein Klanggewebe zusammenhalten. Jedes Kabel stellt einen Faden dar, der verschiedene Module miteinander verbindet und so ein Netzwerk klanglicher Möglichkeiten schafft. Der taktile Vorgang des Einsteckens und Herausziehens der Kabel spiegelt die chirurgische Verbindung der beiden Ränder einer Wunde wider – jene Verbindungslinien, mit denen Francisco Meirino ein dynamisches, expansives und sich ständig weiterentwickelndes Klangmaterial schafft. Die Patchkabel dienen nicht nur als Leiter für elektrische Signale, sondern auch als Ausdrucksmittel, die die klanglichen Konturen, Texturen, Amplituden und manchmal auch die Risse innerhalb der Komposition formen – wenn die „Sutures“ nicht mehr halten.

Seit 1994 tätiger Klangkünstler mit Wohnsitz in der Schweiz. Seine Musik erforscht die Spannung zwischen programmierbarer Hardware und dem Potenzial ihres Versagens. Sein Interesse gilt vor allem dem, was nicht dazu bestimmt ist, aufgezeichnet zu werden: das Ende der Lebensdauer elektronischer Geräte, elektrostatisches Rauschen, Magnetfelder und der unkonventionelle Einsatz von Musikinstrumenten und Soundsystemen – und wie er diese klanglichen Ausfälle auf radikal unterschiedliche Weise in seinen Stücken nutzen kann. Seine Musik verbindet komplexe Texturen, klangliche Präzision und weitläufige räumliche Panoramen und besticht durch ihre physische Intensität und die akribische Liebe zum Detail.

Loading...