Nach Landless, einem Solo, das im Rahmen der zweiten Ausgabe des Lugano Dance Project präsentiert wurde, kehrt Christos Papadopoulos mit My Fierce Ignorant Step ins LAC zurück – einem intimen und persönlichen Werk, das sowohl von den Klang-Erinnerungen aus der Kindheit des Choreografen als auch von kollektiven Erfahrungen inspiriert ist, die viele Griechen mit dem Schicksal ihres Landes verbinden.
Eine Performance, die die Euphorie des Lebens feiert. Zehn Tänzer erwecken eine ekstatische Klanglandschaft zum Leben, aus der die Choreografie hervorgeht. Erinnerungen und Klänge, Stimmen und Körper: Alles schwingt wie ein Musikinstrument mit und baut nach und nach ein Gefühl gemeinsamer Begeisterung auf.
Das neue Werk des griechischen Choreografen, essenziell und streng, erforscht den Moment, in dem Bewegung zum Gesang wird; ein Gesang, in dem die Körper der Tänzer vibrieren und durch sie auch die der Zuschauer in Resonanz treten können.
Ein neues, leuchtendes und expansives Werk, das zu verzaubern vermag und von den ersten Malen erzählt: von unseren Begegnungen, vom Lachen, von der Entdeckung des Lebens, ebenso wie von unseren Anfängen, intensiv und leidenschaftlich.
Auf der Bühne pulsiert und schreitet ein vielschichtiger Körper voran, den Blick offen auf das, was kommen wird.
Der Atem wird zur Stimme und leitet die Bewegung – mal weit ausladend, mal minimal, aber immer entschlossen, fast leicht. Die Körper atmen, die Atemzüge werden zu Klang, dann zu Stimme und Geste: ein Galopp, der unaufhörlich anwächst.