Das getanzte Weihnachtsmärchen Der Nussknacker kehrt zurück, neu interpretiert vom Choreografen Mauro Bigonzetti zur berühmten Partitur von Tschaikowski. Die mehrfach ausgezeichnete MM Contemporary Dance Company unter der Leitung von Michele Merola bringt die choreografische Erzählung auf die Bühne.
Ein mitreißendes Ballett, das die Geschichte von Drosselmeier, Clara, Fritz und dem Prinzen nachzeichnet und das Publikum einlädt, sich in die Welt der eigenen Fantasie zu begeben. Zwischen Anspielungen auf Hoffmanns ursprüngliche Erzählung, 3D-Bühnenarchitektur und einer Körpersprache, die Realität und Fantasie miteinander verwebt, unternimmt die junge Clara eine symbolische Reise, die den Übergang von der Kindheit zum Erwachsenwerden markiert, in einer Atmosphäre, die zwischen Traum und Staunen schwebt.
Eine Inszenierung, in der Bigonzetti, ehemaliger Direktor von Aterballetto und des Corps de ballet des Teatro alla Scala in Mailand, das gesamte Ausdruckspotenzial von Bewegung und Musik ausschöpft, die, jede Sprache überschreitend, einen Erzählfluss schaffen, der uns in die Geschichte eintauchen lässt und Generationsunterschiede sowie unterschiedliche Wahrnehmungsweisen überwindet.
Dank der aus dreidimensionalen Bildern zusammengesetzten Bühnenbilder und der zeitlich nicht genau verorteten Kostüme nimmt dieser Nussknacker in einer unwirklichen Umgebung Gestalt an, im Einklang mit der zeitgenössischen technologischen Ästhetik. Hier wird die Wahrnehmung des Bildflusses durch eine optische Täuschung auf den Kopf gestellt, und das ständige Aufeinandertreffen und Überlagern von Realität und Fantasie scheint eine Art elektronischen Kurzschluss zu erzeugen.