Die Saison 2026 im MASI beginnt im Frühling mit einer Einzelausstellung von Jean-Frédéric Schnyder, einem der führenden Vertreter der zeitgenössischen Schweizer Kunstszene, sowie mit der Gruppenausstellung «K-NOW! Korean Video Art Today», die sich der Erkundung des künstlerischen Panoramas Südkoreas am Beispiel der Videokunst widmet. Darüber hinaus präsentiert das Museum eine erste Retrospektive der zeitgenössischen Künstlerin Kaari Upson, die als eine der aktuell intensivsten und originellsten Stimmen der US-amerikanischen Kunstszene gilt.

Das MASI als ein globales Museum mit lokalen Wurzeln betrachtet seine Sammlung und seine Räumlichkeiten als Inspirationsquellen, die einer kontinuierlichen Neuinterpretation unterliegen:Das ist die Vision der künftigen Museumsdirektorin Letizia Ragaglia, die in der Herbstausstellung «Re-imaginings. Mai-Thu Perret und Una Szeemann im Dialog mit den Sammlungen» konkret Gestalt annehmen wird.

Im Jahr 2026 wird der Fokus auch erneut auf die Kunstgeschichte des Tessins gelegt, wobei dem italienischen Futuristen Umberto Boccioni (1882–1916) eine besondere Betrachtung gewidmet wird. Im Palazzo Reali wird zudem ein bisher unveröffentlichtes Projekt des Gewinners des Premio Culturale Manor Ticino 2026, Kaspar Ludwig, präsentiert.

Bild auf dem Cover:
Ayoung Kim, Standbild aus Delivery Dancer’s Sphere (Detail), 2022 © Ayoung Kim