Luca De Fusco führt Regie bei Samstag, Sonntag und Montag, einer zeitlosen Komödie von Eduardo De Filippo, die zwischen Ironie und Spannung die Dynamik einer Familie beleuchtet, die sich um das Ritual des Sonntagsessens versammelt. Das 1959 verfasste Stück ist nur scheinbar bürgerlich, durchzogen von einem subtilen Tschechowschen Ton, der die überraschende Aktualität von Eduardos Theater offenbart.
Im Hause Priore ist alles bereit für das traditionelle Sonntagsessen: Das Ragù köchelt langsam vor sich hin, die Familie versammelt sich und die kleinen Alltagsrituale bestimmen den Rhythmus des Wochenendes. Doch hinter der häuslichen Normalität verbergen sich Spannungen, Eifersüchteleien, Schweigen und Missverständnisse, die zwischen Samstag, Sonntag und Montag schließlich zum Vorschein kommen. Mit seiner außergewöhnlichen Fähigkeit, Komik und Melancholie zu vermischen, erzählt Eduardo De Filippo von einer Familie, in der das Private zum universellen Spiegel menschlicher Beziehungen wird und ein einfaches Mittagessen in ein lebendiges, ironisches und zutiefst aktuelles Porträt des Alltags verwandelt.
„Wenn wir dieses Meisterwerk neu lesen“, so Luca De Fusco, „bedauern wir eher das verlorene Gleichgewicht als die Vorahnung künftiger Konflikte. Und vielleicht kommt Eduardos Sehnsucht nach einer ‚normalen‘ Familie zum Vorschein, die er selbst nie hatte. Was das szenische Schreiben angeht, werde ich wie nie zuvor versuchen, ein Regisseur-Darsteller zu sein, der es nicht wagt, auch nur eine Note der Partitur zu verändern, wie ein guter Dirigent […] Ich denke, Eduardo ist wie Goldoni: Man kann ihn interpretieren, aber nicht auf den Kopf stellen.“