Hélène Grimaud, piano
Dienstag 08 Juni
Sala Teatro
Von 62.- bis 89.- CHF
LAC+ Rabatt
Programm
Ludwig van Beethoven (1770–1827)
Klaviersonate Nr. 32 in c-Moll, op. 111
***
Franz Schubert (1797–1828)
Klaviersonate in B-Dur, D 960
Zum ersten Mal im LAC präsentiert die gefeierte Pianistin Hélène Grimaud ein Programm, das ganz auf die letzten Sonaten von Beethoven und Schubert ausgerichtet ist. Zwei extreme Meisterwerke, zwei unterschiedliche und sich ergänzende Formen des Abschieds, dargeboten von einer der großen Persönlichkeiten der zeitgenössischen Klavierwelt – einer Interpretin, die poetische Intensität, formale Kontrolle und tiefgründige Einsicht in sich vereint.
Als eine der bedeutendsten Pianistinnen der internationalen Szene hat Hélène Grimaud eine herausragende Karriere aufgebaut, geprägt von Kooperationen mit den größten Orchestern der Welt, Solokonzerten in den wichtigsten Konzertsälen und einer mit zahlreichen Preisen ausgezeichneten Diskografie. Zum ersten Mal im LAC präsentiert sie „The last testament“, ein Programm, das die letzten Sonaten von Beethoven und Schubert miteinander verbindet.
Die Sonate op. 111, die letzte im Beethoven-Katalog, konzentriert in nur zwei Sätzen eine extreme formale und spirituelle Spannung. Der erste Satz bewahrt die dramatische Energie des späten Beethoven, während die abschließende Ariette einen Raum der Meditation und Transzendenz eröffnet, der die Geschichte der Sonate geprägt hat.
In einer entspannteren Dimension steht Schuberts D 960, komponiert im September 1828, wenige Monate vor seinem Tod. Auch wenn der Vergleich mit Beethoven unvermeidlich bleibt, wird der Ausdruck hier kontemplativer und lyrischer, aufgebaut auf einem weitläufigen Verlauf und einer durchgehenden Kantabilität.
In ihrer Gegenüberstellung zeichnen die beiden Werke ein doppeltes klavieristisches Vermächtnis: auf der einen Seite Beethovens visionäre Konzentration, auf der anderen Schuberts lyrischer Atem.