Sonntag 20 September

Piazza Luini

16:00

Don Li Klarinette, Synthesizer, Pedal-Steel-Gitarre, Elektronik, Kompositionen
Ania Losinger Xala
Rea Dubach Gesang, Elektronik
Katryn Hasler Baritonvioline
Wolfgang Zwiauer E-Bass
Björn Meyer E-Bass
Samuel Rohrer drum
Mats Eser Percussion

Der Schweizer Komponist, Musiker und Produzent Don Li präsentiert im LAC Cosmotonic Experience, eine immersive Konzert-Installation, die in einer von ihm entworfenen aufblasbaren Struktur stattfindet. Rund sechs Stunden lang verwandeln ein Ensemble aus acht Musikern und ein Performer den Raum in eine offene Klangumgebung, die frei durchquert werden kann.

Das Projekt Cosmotonic Experience verwandelt den Platz vor dem LAC in eine immersive Klangwelt, die für die Öffentlichkeit zugänglich ist. Im Mittelpunkt steht Sphera: eine von Don Li entworfene aufblasbare Struktur, in der eine etwa sechsstündige Konzert-Installation stattfindet, die frei zugänglich ist und auf verschiedene Weise erlebt werden kann: im Stehen oder in Bewegung, beim Betreten und Verlassen des Raums.
​​​​​​​Der international tätige Klarinettist, Saxophonist und Multiinstrumentalist Don Li gehörte in der zweiten Hälfte der 1990er Jahre – zusammen mit dem Kollektiv Tonus – zu den Initiatoren einer einzigartigen Forschungsbewegung der Schweizer Szene, in der sich Improvisation und andere Stilelemente des Jazz mit Minimalismus, Funk und einer hypnotischen, rituellen Musik verflochten. Im Laufe der Jahre hat er eine ganz eigene Poetik entwickelt, in der die Einflüsse seiner vielfältigen Interessen – von der Metaphysik über alte östliche Disziplinen bis hin zum Spiritualismus und den verschiedenen Ausprägungen des Minimalismus – zusammenfließen und Projekte entstehen lassen, die über das Format und das übliche Ritual des Konzerts hinausgehen, um erweiterte Formen und sich ständig wandelnde Klangwelten zu erkunden.
Innerhalb der Installation erschafft ein Ensemble aus acht Musikern und einem Performer einen musikalischen Fluss, der sich im Laufe der Zeit ohne lineare Struktur entwickelt und zu einem persönlichen, nicht-hierarchischen Hörerlebnis einlädt.
Grundlage von Don Lis Forschung ist die Vorstellung von Musik als offener Erfahrung, die in der Lage ist, Grenzen zu hinterfragen und zu überschreiten. Der Klang wird so zu einem Raum, den es zu bewohnen gilt, anstatt ihn nur zu beobachten – zu einer Umgebung, in der sich das Zuhören frei entfaltet und im Laufe der Zeit immer wieder erneuert.

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