Antonio Rezza und Flavia Mastrella – Träger des Goldenen Löwen für ihr Lebenswerk an der Biennale von Venedig 2018 – kehren mit ihrer neuen Inszenierung auf die Bühne zurück: eine visionäre Reise, die zwischen surrealer Ironie und grausamer Komik sich mit der ständigen Gefahr des Abgrunds und der Illusion einer möglichen Rettung auseinandersetzt und dabei das Wesen der Menschheit anhand des paradoxen Epos eines sich verwandelnden Fünfecks, das zugleich Raumschiff ist, eines Admirals und einer treibenden Besatzung ergründet.
Im Mittelpunkt des Geschehens steht ein in elektrischem Blau gekleideter Admiral, der versucht, sein Schiff zu retten, während die ihn umgebende Besatzung von Marktlogik und Eigeninteressen geblendet ist. Niemand ist schuldig, und doch scheint die Kluft in ihrer Art, in der Welt zu stehen, unüberbrückbar.
„Eine Meuterei ist in einem gesunden Organismus immer wünschenswert“, heißt es in den Regieanweisungen, „und hier, zwischen unterschiedlichen Visionen, vollzieht sich die x-te Auswanderung, die keine Migration eines Volkes ist, sondern die unaufhaltsame Entfernung vom eigenen Willen. Und sie alle lebten als Wracks und Wunder. […] Die Rückkehr zur natürlichen und wilden Dimension ist unmöglich. Wir erleben eine neue Vorgeschichte, in der die menschliche Aufgabe gedemütigt, verwirrt und unzulänglich ist. Im virtuellen Raum, der zur Materie geworden ist, erzeugt ein Öko-Pentagon die Leere, unsichtbare Figuren säumen das egozentrische Gebäude: Es sind keine Geister, sondern induktive Reize, und trotz allem ist die Realität niemals einheitlich, bringt stets die vorgegebenen Programme durcheinander und nährt auf unvorhersehbare Weise die Funktion der Fantasie. Die technologische Grausamkeit durchdringt das Lebewesen. Es ist das Verschwinden des Helden.“
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von
Flavia Mastrella, Antonio Rezza
mit
Antonio Rezza
und mit
Daniele Cavaioli
Lebensraum
Flavia Mastrella
(nie) verfasst von
Antonio Rezza
Erstellungsassistent
Massimo Camilli
Lichtgestaltung
Alice Mollica
Stimmen aus dem Off
Noemi Pirastru, Mauro Ranucci
Tonbearbeitung
Barbara Faonio
Soundtrack-Mix
Stefano Falcone
Lokführer
Eughenij Razzeca
Produktion
La Fabbrica dell’Attore – Teatro Vascello, Rezza Mastrella