Antonio Latella führt Regie bei „Richard III.“, einem historischen Drama, das die Shakespeare-Tetralogie über die Regierungszeit Heinrichs VI. von England abschließt. Auf der Bühne stehen Vinicio Marchioni und eine brillante Besetzung aus zehn Schauspielern bereit, das Publikum mit der darstellerischen Kraft des Wortes zu verzaubern, die uns der Barde überliefert und als Vermächtnis hinterlässt.
Richard III.
William Shakespeare / Antonio Latella / Vinicio Marchioni
© Gianluca Pantaleo
Uraufführung
15.10.2025
Perugia
Tournée
21–22.10.2025
LAC Lugano
15–19.10.2025
Perugia
Richard III.
William Shakespeare / Antonio Latella / Vinicio Marchioni
© Gianluca Pantaleo
Uraufführung
15.10.2025
Perugia
Tournée
21–22.10.2025
LAC Lugano
15–19.10.2025
Perugia
In dieser Neuinterpretation geht Latella über das Bild des Riccardo als „Monster“ hinaus, das körperlich und damit auch im Herzen entstellt ist. Das Böse kann sich heute nicht mehr hinter einem Buckligen oder einem Lahmen verstecken; es liegt in der Schönheit, nicht in der Disharmonie: Es ist Leben, es ist Natur, es ist Verführung. Es ist das Wort, das seine Macht offenbart, das verzaubert und verdirbt, wie die Schlange im Garten Eden. Und der Garten Eden ist in dieser Inszenierung ein Symbol für absolute und trügerische Schönheit, die aus gefährlichen Beziehungen besteht: ein Ort, den es zu verteidigen gilt, aus dem man aber auch bereits vertrieben wurde.
Die Übersetzung von Federico Bellini ermöglicht eine rhythmische Partitur, die mit den Register spielt und bisweilen die Töne einer Wild-Komödie streift. Neben der ursprünglichen Struktur nimmt eine neue Figur Gestalt an, der Wächter: rätselhaft und zwiespältig, scheinbar ein Diener des Bösen, in Wirklichkeit jedoch im Dienst der Schönheit des Ortes, zu allem bereit, um das Überleben des Gartens Eden zu sichern.
Dank einer hochkarätigen Besetzung, die jeder Figur eine starke künstlerische Prägung verleiht und sich vom Wort als Mittelpunkt leiten lässt, verwandelt sich „Richard III.“ in ein Ritual der Verführung und des Untergangs, ein Machtspiel, das Gewissheiten ins Wanken bringt und in die zweideutige Schönheit des Bösen eintaucht.
Partner di produzione
von
William Shakespeare
Übersetzung
Federico Bellini
Anpassung
Antonio Latella, Federico Bellini
Regie
Antonio Latella
mit
Vinicio Marchioni, Silvia Ajelli, Anna Coppola, Flavio Capuzzo Dolcetta, Sebastian Luque Herrera, Luca Ingravalle, Giulia Mazzarino, Candida Nieri, Stefano Patti, Annibale Pavone, Andrea Sorrentino
Dramaturg
Linda Dalisi
Szenen
Annelisa Zaccheria
Kostüme
Simona D’Amico
Lichter
Simone De Angelis
Musik und Ton
Franco Visioli
Regieassistent und Choreograf
Alessio Maria Romano
ehrenamtlicher Assistent
Riccardo Rampazzo
Produktion
Teatro Stabile dell’Umbria, LAC Lugano Arte e Cultura