a conversation between
Kyle Abraham
Omar Rajeh
Emily May
Samstag 13 Juni
Sala 1
Die Tanzkritikerin und -wissenschaftlerin Emily May spricht mit den Choreografen Omar Rajeh und Kyle Abraham darüber, wie persönliches Erbe und biografische Erfahrungen in ihren Werken zum Ausdruck kommen. Wenn sich ihre Geschichten mit denen ihrer Mitwirkenden verflechten, welche neuen Dynamiken entstehen dann? Wie lässt sich in den vielfältigen Einflüssen, die hier im Spiel sind, Orientierung finden, und welche kreativen Möglichkeiten können aus dieser Begegnung entstehen?
Jeder Mensch bewahrt in seinem Körper ein persönliches Erbe: ein lebendiges Archiv, das von einzigartigen, im Laufe des Lebens gesammelten Erfahrungen geprägt ist. Für Künstler beeinflussen diese biografischen Spuren oft tiefgreifend die kreative Arbeit. Für Omar Rajeh nähren die ersten Begegnungen mit dem Dabke, einem traditionellen libanesischen Volkstanz, eine auf Improvisation basierende Recherche. Das Werk von Kyle Abraham hingegen ist durchdrungen von afroamerikanischer Kultur und Geschichte: von persönlichen Erinnerungen an die Schließung des Radiosenders seiner Heimatstadt über das Gefühl der Freiheit zu Beginn seiner Karriere bis hin zur Musik, die verschiedene Phasen seines Lebens geprägt hat.