KISS! (Loving Kills) ist das zweite Kapitel der Recherche über die Liebe, die das Kollektiv Treppenwitz, eine der innovativsten und vielversprechendsten Realitäten der freien Tessiner Theaterszene, durchgeführt hat.

Diese Forschung begann mit dem Stück L'amore ist nicht une chose for everybody (Loving Kills), das in der Spielzeit 2018/19 im LAC aufgeführt und für das Schweizer Theatertreffen 2020 ausgewählt wurde. Nach der Auseinandersetzung mit dem eher flüssigen und generationenübergreifenden Aspekt der Liebe widmet sich das Treppenwitz-Kollektiv nun einer unbewussten und weniger rationalen Dimension der Liebe, die sich zwischen der Unmöglichkeit, sie zu definieren, und der Schwierigkeit, sie zu verstehen, bewegt. Der Kuss verbindet den Ort des Wortes mit dem des Körpers: Wenn man küsst, kann man nicht mehr sprechen und der Körper verwandelt sich in ein neues Alphabet.
Auf der Bühne ein Wald, eine Metapher für einen Ort, an dem man sich auf der Suche nach sich selbst verliert, und ein kleines Haus, ein Symbol für das Intime und Private.
An der Grenze zwischen Dunkelheit und Licht, zwischen An- und Abwesenheit, formen und spiegeln sich vier Performer - zwei Männer und zwei Frauen - in einem Spiel der Doppelgänger und der Beziehung zum anderen: das andere Ich oder das andere von mir, das Männliche und das Weibliche, das Eine und seine Vielzahl, Sein und Nichtsein.
Die Arbeit bewegt sich im Grenzbereich zwischen Spektakel, Performance und Installation und spielt mit der Wahrnehmung von Dingen, Zeit, Beziehungen und sich selbst.

Fotos der Bühne

Trailer

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