Francesca Sproccati, eine im Bereich der darstellenden Künste tätige Schweizer Künstlerin, kehrt mit einer Arbeit ins LAC zurück, in der sie sich die Frage stellt, was es bedeutet, „Widerstand zu leisten“ heute Widerstand gegen den westlichen limbischen Kapitalismus, gegen die Manipulation menschlicher Emotionen zum Zwecke des ununterbrochenen Konsums von Gütern und Beziehungen sowie gegen das Aufkommen immer weniger versteckter Formen des Faschismus zu leisten.
Versagen
Francesca Sproccati
Versagen
Francesca Sproccati
Mit „Venir meno“ lädt uns Sproccati ein, den Palast von Hypnos, dem griechischen Gott des Schlafes, zu betreten und als kollektives Ganzes in die Dunkelheit einzutauchen. Von diesem Ort aus, fernab von Blicken und verbunden mit den tiefsten Zuständen des Seins, tauchen zwei schillernde Gestalten auf. Manchmal könnte man sie für Visionen von Hypnos selbst halten, der uns, indem er uns für immer einschlafen lässt, von der Arbeit, vom Wettbewerb und von der Erschöpfung befreien würde, zu der uns die Leistungsgesellschaft zwingt; zu anderen Zeiten scheinen diese Gestaltwandler die Gestalt und die Absichten von Battista anzunehmen, dem Partisanen-Urgroßvater von Francesca, der dazu beigetragen hat, Italien von den Faschisten zu befreien, und der jene Energie des kollektiven Kampfes und Widerstands gegen die Ungerechtigkeiten der Welt verkörpert.
In dieser immersiven Umgebung erzählen die Darsteller ihre Geschichten durch Live-Musik und Textpassagen. Aus den unmöglichen Begegnungen zwischen diesen beiden Figuren, ihren Vorbildern und ihren Spiegelbildern entsteht ein Raum des ungefilterten Austauschs, um gemeinsam zu versuchen, sich als vorübergehende Gemeinschaft neu zu definieren.
Multimedia-Inhalte
Venir meno
Trailer
Partner di produzione
Con il sostegno di
Konzeption und Umsetzung
Francesca Sproccati in Zusammenarbeit mit der Künstlergruppe
Auftritte und Live-Musik
Léo Collin, Francesca Sproccati
Dramaturg
Rosa Coppola
künstlerische Zusammenarbeit
Camilla Parini
Bühnenraum
Victoria Pham
Kostüme
Rocco Schira
Grafikdesign
Monica Müller
Produktion
lifops
in Koproduktion mit
LAC Lugano Arte e Cultura im Rahmen des Programms „Extra Time Plus“
Residenzen und Förderung des künstlerischen Schaffens
far° Nyon, Südpol Luzern, LAC Lugano Arte e Cultura im Rahmen des Programms „Extra Time Plus“
Forschungsförderung
Pro Helvetia – Schweizer Kulturstiftung, Kaserne Basel
Künstlerresidenzen
Kaserne Basel, Grütli – Zentrum für die Produktion und Verbreitung der darstellenden Künste in Genf, Casa del Tabacco Novazzano
mit Unterstützung von
Republik und Kanton Tessin – Swisslos-Fonds, Stadt Zürich, SIS-Stiftung der ausübenden Künstler, Oertli-Stiftung, Stadt Lugano