Noch einmal sind es Frauenstimmen, die neue Perspektiven auf die zeitgenössische Volksmusik eröffnen und einen Abend prägen, der ganz im Zeichen von Erinnerung, Identität und Experimentierfreude steht. InterFolk verbindet Schweizer Tradition und originelles Songwriting in einem Repertoire, das einen Dialog zwischen Vergangenheit und Gegenwart in sich trägt. Die ausdrucksstarke Stimme der Raissa Avilés gefühlvoll begleitet von und Sara Magon verwirklichen mit «Texturas» ein Musikprojekt, das lateinamerikanische Repertoires, italienische Lieder und Eigenkompositionen vereint. Mit «totätanz» setzt sich Simone Felber Iheimisch schliesslich mit den Themen Verlust, Leben und Tod in der Sprache der neuen Schweizer Volksmusik auseinander.
Freitag 28 August
Agorà
InterFolk
Maria Gehrig Violine
Andrea Ulrich Akkordeon
Patricia Ulrich Klavier
Verwurzelt in der Schweizer Volksmusik beschreiten die drei Musikerinnen von InterFolk einen Weg, auf dem Stücke aus dem traditionellen Repertoire, Eigenkompositionen und neue Klänge virtuos miteinander verschmelzen. Spielfreude, Neugier und Ausdrucksstärke sind Leitmotive einer Suche, die die Volksmusik in ihrer ganzen Bandbreite erkundet, zwischen musikalischer Erinnerung und neuen, ideenreichen Variationen. Neben Stücken von Schweizer Komponisten erklingen auch Kompositionen von Richard Galliano und Astor Piazzolla, die sicht gut in dieses offene und abwechslungsreiche Repertoire einfüngen.
Raissa Avilés / Sara Magon «Texturas»
Raissa Avilés Gesang
Sara Magon Gitarren
Die beeindruckende Stimme von Raissa Avilés trifft auf die Klangwelt der klassischen und elektrischen Gitarre von Sara Magon. In einem diesem Projekt verbindet sich das Repertoire des bekannten lateinamerikanischen Liedgutes mit Klassikern des italienischen Liedes und Eigenkompositionen. Mit «Texturas» erschaffen die beiden Musikerinnen ein Ausdrucksuniversum, das zwischen Zartheit und Kraft, Melancholie und Widerstand schwebt, in dem eine äusserst feine Sensibilität für den Klang eine zugleich poetische und persönliche Sprache hervorbringen.
Simone Felber Iheimisch «totätanz»
Simone Felber Gesang
Polina Niederhäuser Cello
Adrian Würsch Schwyzerörgeli
Rafael Jerjen Kontrabass
Als eine der bekanntesten Persönlichkeiten der Neuen Volksmusik entwickelt Simone Felber mit der Gruppe Iheimisch ein Projekt, das Jodeln, Eigenkompositionen und Klangforschung miteinander verwebt. 2024 mit dem Schweizer Musikpreis ausgezeichnet, widmet sie sich in «totätanz» einem universellen und oft verdrängten Thema: der Sterblichkeit. Inspiriert vom mittelalterlichen Motiv des Totentanzes gestaltet das Ensemble zeitgenössische Volksmusik, die über das Verhältnis von Leben, Tod und Verlust reflektiert und dabei dramatische Ausdruckskraft und Tiefe vereint.