Die drei von Frauen getragenen Projekte verbinden Volkstraditionen, persönliche Texte und stimmliche Experimente in einem Abend, der der Erinnerung, der Identität und der Zugehörigkeit gewidmet ist. Sarah Buechi erschafft mit «Pink Mountain Sagas» ein Klanguniversum, das von alpinen Mythen inspiriert ist und von Einflüssen aus Folk, Jazz und Weltmusik durchzogen ist. Giua und Riccardo Tesi bringen Singer-Songwriter-Musik und mediterrane Volksmusik in einen Dialog, während das Trio Trëi Themen wie Migration, Weiblichkeit und Heimat durch Lieder in vielen Sprachen und Traditionen erkundet.
Samstag 22 August
Agorà
Sara Buechi «Pink Mountain Sagas»
Sarah Buechi Gesang, Komposition
Franz Hellmüller Gitarre
Rafael Jerjen Kontrabass
Die aus dem Kanton Glarus stammende Sängerin und Komponistin Sarah Buechi hat eine ganz eigene Ausdrucksweise entwickelt, in der Jazz, Weltmusik, europäische Traditionen und indische Einflüsse zu einem unverwechselbaren Stil verschmelzen. Mit «Pink Mountain Sagas» lässt sie sich von Mythen, Figuren und Alpenlandschaften inspirieren und erschafft ein beeindruckendes Klanguniversum – auf Englisch und im Schweizer Dialekt –, das von akustischen Melodien, stimmungsvollen Atmosphären und jazzigen Elementen geprägt ist.
Giua & Riccardo Tesi «Retablos»
Giua klassische Gitarre, Gesang
Riccardo Tesi Organetto
Giua und Riccardo Tesi, seit über zwanzig Jahren Freunde und Kollegen, vereinen in «Retablos» unterschiedliche und sich ergänzende künstlerische Wege, die von Singer-Songwriter-Musik über Volksmusik bis hin zur Instrumentalkomposition reichen. Als eine der Leitfiguren der europäischen Weltmusik hat Tesi die Sprache des diatonischen Akkordeons neu definiert, indem er Tradition und Innovation miteinander verband. Giua, die wortgewaltige Sängerin und Gitarristin aus Genua, bewegt sich zwischen Musik, Theater und interdisziplinären Projekten und bringt in das Duo eine Sensibilität ein, die offen ist für den Dialog zwischen verschiedenen Kunstformen.
Trëi «One’s for sorrow, two’s for joy»
Abélia Nordmann, Gesang, Harmonium
Gizem Şimşek, Gesang, Psalter
Mara Miribung, Gesang, Cello
Das Vokaltrio Trëi verwebt traditionelle Repertoires verschiedener Kulturen mit Eigenarrangements und Originalkompositionen und schafft so eine eindringliche Performance, die ganz unterschiedliche Themen menschlicher Erfahrung hinterfragt. Mit «One’s for sorrow, two’s for joy» verleiht das Trio weiblichen Figuren – Hebammen, Seherinnen, trauernden Frauen und Hexen – eine Stimme, die die Lebenden und Sterbenden an den Rändern der Existenz begleiten. Zwischen Gesängen, mündlicher Überlieferung und gemeinsamen Erinnerungen thematisiert das Trio Weiblichkeit, Emanzipation und Verlust.