Wasted Land

Ntando Cele

Palco Sala Teatro

Vergangenes Ereignis

11 Dezember 2024

20:30

Wasted Land

Ntando Cele

Palco Sala Teatro

Vergangenes Ereignis

11 Dezember 2024

20:30

Die südafrikanische Künstlerin Ntando Cele, die in der Schweiz lebt – Gewinnerin des Schweizer Preises für darstellende Künste 2023 –, bekannt für ihre fulminante Ironie, setzt ihre Auseinandersetzung mit systemischem Rassismus mit „Wasted Land“ fort, einem Werk, in dem sie die kolonialen Grundlagen der – oft weißen und eurozentrischen – Diskurse über Ökologie und Klimawandel hinterfragt. 

Was bedeutet es für eine schwarze Frau von heute, „den Zusammenbruch der Welt zu betrachten“? Was bricht aus ihrer Sicht zusammen? Wenn sich systemischer Rassismus in Form einer nach wie vor westlichen und ihrer Gültigkeit so sicheren Ökologie manifestiert – wie sieht dann die „nachhaltige und erstrebenswerte“ Welt der Zukunft aus? Zusammen mit dem ägyptischen Komponisten Wael Sami Elkholy und den Sängerinnen und Performerinnen Brandy Butler, Françoise Gautier und Steffi Lobréau nutzt Ntando Cele das Beispiel der „Fast-Fashion“-Industrie, um eine musikalische Anklage gegen den ökologischen Neokolonialismus zu formulieren und unsere Vorstellungskraft zu wecken. 
„Wasted Land“ ist eine poetische, multimediale, chorale und musikalische Performance, durchdrungen von Ironie und absurdem Humor, die in einer nahen futuristischen Dystopie spielt: Unsere Welt ist zu einem unbestimmten Zeitpunkt vom Klimawandel und verschiedenen Formen der Unterdrückung, darunter Rassismus, erschöpft. Wir erkennen die Schizophrenie dieser zukünftigen Gesellschaft, die hin- und hergerissen ist zwischen der westlichen Ökologie und den Bergen von Kleidung – mittlerweile giftiger Abfall –, die sich in den marginalisierten Regionen der Welt angehäuft haben. 
Ntando Cele hinterfragt das besorgniserregende Fehlen indigener Gemeinschaften sowie der Länder Afrikas, Lateinamerikas und Indiens in den Diskussionen über Lösungen für den Klimawandel – als ob ein Teil der Welt noch keinen Platz in dieser zukünftigen Gesellschaft hätte, die zugleich fantasiert und verantwortungsbewusst ist und so sehr auf die „Lebenden“ bedacht ist.
Ein Requiem, gewidmet dem alten Traum von einer verantwortungsvollen und nachhaltigen Welt – eurozentrisch, weiß und selbstreferenziell.

Konzeption und Regie

Ntando Cele

mit

Ntando Cele, Brandy Butler, Françoise Gautier, Steffi Lobréau

Komposition und musikalische Leitung

Wael Sami Elkholy

Beat

Soukey

Kostüme

Rudolf Jost

künstlerische und technische Zusammenarbeit

Sandro Griesser

Mitarbeit an der Dramaturgie

Raphael Urweider, Davide-Christelle Sanvee, Payal Parekh

Regieassistent

Joëlle Gbeassor

Klang

Janyves Coïc

Lichter

Demian Jakob

Video

Janosch Abel, Nicolas Gerlier 

Requisiten

Mathieu Dorsaz 

Regisseurin

Véronique Kespi 

Lichtquellen

Cassandre Colliard, Julie Nowotnik

Videotechniker

Victor Hunziker

Kostümherstellung

Machteld Vis, Nora-Li Hess

Umsetzung von Szenen

Theaterwerkstätten Vidy-Lausanne  

Produktion

Judith Martin, Marion Caillaud 

Vertrieb

Elizabeth Gay 

Produktion: Manaka Empowerment Prod.

Nina Sautter

Produktion

Manaka Empowerment Prod., Théâtre Vidy-Lausanne

in Koproduktion mit

DE SINGEL
Bonlieu – scène nationale Annecy
Maison Saint-Gervais, Genf
LAC Lugano Arte e Cultura
Dampfzentrale, Bern

mit Unterstützung von

Expédition Suisse (LAC Lugano Arte e Cultura, Gessnerallee Zürich, Theater Chur, Kaserne Basel, Théâtre St-Gervais Genf, Dampfzentrale Bern, Théâtre Vidy-Lausanne)
Kultur Stadt Bern
Swisslos – Kultur Kanton Bern
Ernst-Göhner-Stiftung
Pro Helvetia
Corodis
Loterie romande
Burgergemeinde Bern
Stiftungsfonds Porosus
Migros-Kulturprozen
Landis & Gyr Stiftung
Schweizerische Interpretenstiftung

in Zusammenarbeit mit

Residenz Schauspiel Leipzig

dank

Isabel Gygax, Ueli Kempter, Patricia Kafwamba Oguey